Ehemaliger Bank-Filialleiter betrügt Seniorin um 377.000 Euro

26. Juli 2016

Ehemaliger Bank-Filialleiter betrügt Seniorin um 377.000 Euro

Der ehemalige Filialleiter einer Bank in Mannheim hat über Jahre hinweg eine 73-jährige Kundin seiner Bank finanziell betrogen. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, das vertrauenswürdige Verhältnis, das zwischen ihm und der Frau geherrscht hat, skrupellos ausgenutzt zu haben. Auch zwei weitere Männer sind mit angeklagt. Sie sollen als Komplizen des Filialleiters agiert haben.

Bei dem 73-jährigen Opfer des Betrugsfalls handelt es sich um eine verwitwete Rentnerin, die zudem als gesundheitlich stark angeschlagen gilt. Als langjährige Kundin bei der Bank des beschuldigten Mannes, vertraute sie diesem vollends. So brachte der Beschuldigte das Opfer dazu, zwischen 2009 und 2010 mehrere für sie nachteilige Verträge zu unterschreiben, die teilweise Verfügungen über ihr Vermögen auf den Ex-Filialleiter übertrugen. Außerdem soll der Angeklagte mit zwei Komplizen zusammen die Frau systematisch von der Außenwelt abgeschottet haben und sie dabei sogar zu einem Umzug in eine andere Wohnung überredet haben, die sich im Besitz eines der Komplizen befindet. Die neue Wohnung der Rentnerin wurde dann verwanzt, ihre Post umgeleitet und einzelne Telefonnummern gesperrt. So sollte sichergestellt werden, dass niemand im Bekanntenkreis der Frau sie über den Betrug aufklären kann. Insgesamt haben die drei Männer 377.000 Euro aus der Rentenversicherung und diversen Wertpapieren der Frau abgezweigt. 

Lange bekam das Opfer nichts von dem Betrug mit. Doch als die eigentlich relativ wohlhabende Frau plötzlich vor großen Geldproblemen stand, wurde sie letztlich doch misstrauisch und ging zur Polizei. Diese sah es nach den Ermittlungen recht schnell als erwiesen an, dass der ehemalige Filialleiter und seine beiden Komplizen die Rentnerin jahrelang durch falsche Versprechungen bewusst ausgenommen haben. Die drei Männer sind nun wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall angeklagt. Bei einer Verurteilung würden den Männern Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren drohen.

Der Hauptangeklagte wurde bereits vor einiger Zeit von seinem Posten als Filialleiter entlassen. Im Zusammenhang mit einem anderen Betrugsfall soll der Mann zwischen 2010 und 2011 zusammen mit einer Unternehmerin ein illegales Finanzierungssystem aufgebaut haben. Dadurch konnte die Unternehmerin für ihre eigentlich nicht kreditwürdige Firma ein Darlehen bei der Bank des Angeklagten aufnehmen, das sie nicht zurückzahlen konnte. Der Bank entstand so schließlich ein Schaden von rund 300.000 Euro. Auch dieser Fall steht noch vor der Gerichtsverhandlung.

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