Schwarzarbeit in Köln: Kirche bezieht Stellung

23. Oktober 2017

Schwarzarbeit in Köln: Kirche bezieht Stellung

Das Thema Schwarzarbeit in Köln gerät mehr und mehr zum Politikum. In der Kritik steht insbesondere der so genannte "Arbeiterstrich" entlang der Venloer Straße im südwestlichen Stadtteil Ehrenfeld. Hier finden sich mehr und mehr Arbeitskräfte, die zur Schwarzarbeit bereit sind und von möglichen Arbeitgeber illegal "aufgesammelt" und zu Baustellen gefahren werden. Mancherorts ist in diesem Kontext von einem "Markplatz" vor allem für ausländische Arbeitskräfte die Rede, die in diesem Kontext schamlos ausgebeutet werden. Dadurch, dass es sich um Schwarzarbeit handelt, werden keinerlei Beiträge an die Sozialversicherungen abgeführt. Hinzu kommt, dass auch keine Sicherung gegen Unfälle existiert und oftmals noch nicht einmal der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wird.

Die in Köln traditionell starke katholische Kirche hat nun in Person von Erzbischof Woelki klar Stellung bezogen und wendet sich entschieden gegen die - O-Ton - "zynische und rücksichtslose" Form der Beschäftigung. Es ist sogar von Lohnsklaverei die Rede, wenngleich die Arbeitnehmer meist freiwillig die Arbeiten übernehmen. Das Problem liegt jedoch darin, dass die Arbeitskräfte aus Rumänien und Bulgarien kaum eine andere Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhalten und auch keine Möglichkeit für legale Tätigkeiten erhalten.

Schwarzarbeit in Köln ist übrigens keineswegs nur auf den Stadtteil Ehrenfeld beschränkt. Es finden sich vergleichbare Situationen auch rund um den Eigelstein im Norden der Innenstadt sowie in den rechtsrheinische gelegenen Stadtteilen Kalk und Mülheim statt. Das Ordnungsamt war und ist bereits alarmiert, doch werden nur gelegentlich Ermittlungen angestellt.

Die Problematik besteht unter anderem darin, dass die Personaldecke bei den Ermittlern dünn ist und sich die „Kontaktbörsen“ für die Schwarzarbeit in Köln schnell verschieben können. Entsprechend sind lückenlose Kontrollen schwierig und führen meist dazu, dass lediglich die kleinen Fische gefangen werden, währen die Hintermänner für die organisierte Schwarzarbeit keinerlei Konsequenzen tragen müssen.

Die Schwarzarbeit ist nicht nur für die Arbeitskräfte und die Sozialversicherungsträger ein Problem, sondern sorgt auch dafür, dass die Kölner Handwerksbetriebe zunehmend unter Druck geraten und ihre Preise senken müssen.


Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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