Schwarzarbeit in Krefeld: Ermittlungen erfolglos

09. August 2016

Schwarzarbeit in Krefeld: Ermittlungen erfolglos

In einem Prozess wegen Schwarzarbeit in Krefeld ist es der Staatsanwaltschaft nicht gelungen, einen verwertbaren Beweis zu liefern. Ermittler hatten zuvor Hinweise darauf gefunden, dass bei einem Abbruchunternehmen an der Mevissenstraße gleich 29-fach Sozialversicherungsbeiträge unterschlagen wurden. Die Anklage ging von einem durch Schwarzarbeit entstandenen Schaden in Höhe von 127.000 Euro aus und sprach vom Zeitraum zwischen Oktober 2008 und August 2012.

Vor Gericht ging es darum, dass vermeintlich mit Subunternehmern und deren osteuropäischen Arbeitskräften gearbeitet wurde. Diese wurden jedoch offiziell als selbstständig geführt, was letztlich auch vor Gericht Bestand hatte.

Grundsätzlich ist die Trennlinie zwischen einer echten Selbstständigkeit und der so genannten Scheinselbstständigkeit äußerst dünn. Immer wieder arbeiten Personen auf Rechnung, die formell angestellt sind und keinen weiteren Auftraggeber haben. In dieser Konstellation handelt es sich um Schwarzarbeit, da normalerweise die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen erforderlich wäre. Fließen diese Gelder nicht, so lassen sie sich einklagen und es kommt zur Verurteilung. Problematisch ist in diesem Kontext jedoch der Nachweis und so greifen Ermittlungen immer wieder ins Leere.

Quelle: Westdeutsche Zeitung

*

Wir freuen uns auf Ihren Anruf und beraten Sie gerne!
* Anrufweiterleitung zum nächsten Büro, Ortstarif
>> Kontaktformular >> Rückrufservice

✆ 0800-8448446

WhatsApp Beratung
+491728448446