Heidelberg und Mannheim: Videoüberwachung wird intelligent

18. April 2018

Heidelberg und Mannheim: Videoüberwachung wird intelligent

Intelligente Videoüberwachung ist sowohl in Heidelberg als auch im benachbarten Mannheim ein vieldiskutiertes Thema. Nachdem im April 2018 in der Quadrate-Stadt ein Pilotprojekt große Erfolge versprach, wollte auch Heidelberg mit den neuen Kameras durchstarten. Ein Sprecher der Stadt nannte damals 2019 als gewünschten Termin, der dann jedoch in Gefahr geriet. Offensichtlich scheiterte die Initiative für mehr Sicherheit an den Einschränkungen durch das baden-württembergische Innenministerium. Demnach sollte die "intelligente, algorithmusbasierte Videoüberwachung“ zunächst einmal nur als Pilotprojekt in Mannheim angesetzt bleiben.

Nachdem die Videoüberwachung installiert worden und in Betrieb genommen war, wollten sich die Verantwortlichen des Landes Baden-Württemberg für die Evaluierung fünf Jahre Zeit lassen. Mit anderen Worten konnte eine entsprechende Videoüberwachung in Heidelberg frühestens nach diesem Zeitpunkt beginnen, was nach Ansicht der Stadtvertreter deutlich zu lange dauert. Ein SPD-Abgeordneter aus Mannheim bemerkte in diesem Kontext bereits, der CDU-Innenminister des Landes „habe den Mund wieder einmal sehr voll genommen" als er die neue Form der Videoüberwachung ankündigte.

Stand der Dinge in Mannheim war der kontinuierliche Aufbau der Infrastruktur. Die Technik funktionierte planmäßig und auch die ersten Tests für die Übertragung der Daten verliefen vielversprechend. Einen konkreten Startpunkt für die Videoüberwachung in Mannheim gab es jedoch noch nicht, sodass auch der Termin für Heidelberg sprichwörtlich in den Sternen stand.

Immerhin wurde von Seiten der Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass bereits in der Anordnung des Modellversuchs eine Erweiterung der Kapazitäten berücksichtigt wurde. Es ist also technisch möglich, dass die Kameras mittelfristig auch in Heidelberg und eventuell in weiteren Städten des Bundeslandes hängen.

Heidelberg hatte bereits Standorte für die intelligente Videoüberwachung im Auge. Jeweils fünf Kameras sollten am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof installiert werden. Einerseits sollten sie der Abschreckung gegenüber Straftätern dienen, andererseits eine Live-Auswertung via Computer möglich machen. Ermittlungen wurden auf diese Weise merklich erleichtert und die Leistungsfähigkeit der Behörden erhöht.

Ende August 2019 berichtete die Rhein-Neckar-Zeitung, dass in der Mannheimer Innenstadt 68 Kameras zwischen dem Marktplatz und dem Neckartor im Bereich "Breite Straße Nord“ scharf geschaltet wurden, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen. Weil zusätzliche Streifen unterwegs sind, kann die Polizei heute innerhalb von zwei Minuten bei einer Straftat vor Ort sein.

Die Kamerabilder werden von einer Software ausgewertet, die so genannte "intelligente Videoüberwachung“ basiert auf Algorhythmen für automatisierte Verhaltenserkennung.

Unterstützend werden seit Anfang 2020 vom Ordnungsamt Drohnen zur Überwachung eingesetzt. Wo größere Menschengruppen auf öffentlichen Plätzen zusammenkommen, nutzt die Polizei Köln Videomaterial und mobilisiert wenn nötig ihre Einsatzkräfte.

Was in öffentlichen Räumen funktioniert, wird auch im Geschäftsbereich praktiziert. Die Corona-Krise machte die Arbeit im Homeoffice zur Notwendigkeit. Viele Arbeitnehmer sind seither auf Tools angewiesen, die Videokonferenzen anbieten. Eine Software steht hier in der Kritik: Sneek schießt per Webcam alle paar Minuten ein Bild – zum Beispiel vom im Home Office arbeitenden Mitarbeiter. Die Videoüberwachung am Arbeitsplatz wird dadurch begünstigt.

Ein Tipp der A.M.G. DETEKTIV AG

Die Software Sneek ist ein nützliches Programm für Menschen im Home Office, die in einer Videokonferenz miteinander kommunizieren. Doch, weil dieses Tool auch dann ein Fotos von den Mitarbeitern schießt, wenn keine Videokonferenz stattfindet, wird ihr vorgeworfen, Videoüberwachung am Arbeitsplatz zu fördern.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

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