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Berlin: Versicherungsbetrug durch Rezeptfälschung aufgedeckt

Berlin: Versicherungsbetrug durch Rezeptfälschung aufgedeckt

Ein Fall von Versicherungsbetrug in Berlin wurde nach umfangreichen Ermittlungen aufgedeckt. Vor einigen Tagen wurden vier Personen festgenommen, denen die Mitgliedschaft in einer größeren Banden nachgesagt wird. Der Verdacht: der Versicherungsbetrug soll durch Rezeptfälschung begangen worden sein. Beteiligt waren offensichtlich zehn Männer und eine Frau, die Rezepte für teure Arzneimittel gefälscht und gegenüber den Krankenkassen und Krankenversicherungen abgerechnet haben.

Mitbeteiligt waren auch Apotheker, dank deren Mithilfe die Summe durch den Versicherungsbetrug auf 3,1 Millionen Euro angestiegen ist. Durchsucht wurden im Rahmen der Ermittlungen gleich 20 Wohnungen und Büros in Berlin und Brandenburg. Verdächtig sind sowohl Deutsche als auch Bulgaren im Alter zwischen 31 und 64 Jahren. Als Kopf der Versicherungsbetrüger wurde ein 54-jährige Apotheker identifiziert. Dieser ist bereits vorbestraft und lebt in Bulgarien. Offensichtlich kam der Apotheker nur zur Verübung der Straftaten nach Berlin und lebte zuletzt in einem Hotel im Stadtteil Treptow.

Interessanterweise handelt es sich nicht um den ersten Versicherungsbetrug der letzten Zeit. Ebenfalls mit Mittelpunkt Berlin wurden verschiedene Pflegedienste ausgehoben. Eine Sonderermittlungsgruppe des Bundeskriminalamts hatte herausgefunden, dass bundesweit 230 Pflegedienste Versicherungsbetrug durch die vorgetäuschte Betreuung von Senioren betrieben haben. Der Schaden belief sich in diesem Kontext auf mehrere Millionen Euro. Bei beiden Fällen handelt es sich vermutlich nur um die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Schätzungen zufolge gehen durch Versicherungsbetrug im deutschen Gesundheitswesen mehr als 20 Milliarden Euro jährlich verloren. Andererseits weisen Vertreter der Branche darauf hin, dass unter den rund sieben Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht mehr „schwarze Schafe“ als in anderen Branchen sind. Problematisch ist jedoch die große Macht, die einzelne Ärzte oder Apotheker haben. Ein Versicherungsbetrug kann schnell Schäden in Millionenhöhe verursachen, was durch fingierte Autounfälle oder Haftpflichtdelikte naturgemäß nicht so schnell geht.

Entsprechend finden sich immer wieder Fälle, in denen Rezepte gefälscht, Behandlungen falsch abgerechnet oder auch Dienstpläne und Patientenakten fingiert wurden. Betrugsfälle im Gesundheitswesen nehmen stetig zu: Die AOK Bayern berichtete in ihrem Bericht 2018/2019 über einen Anstieg auf 3.750 Neufälle. Der Schaden lag bei 12,2 Millionen Euro.

Über die Hälfte der Fälle kam durch Abrechnungsbetrug zustande – in den Bereichen Hilfsmittel, ambulante Pflege sowie Arzneimittel. In 50 Fällen lagen Rezeptfälschungen vor. Durch das Fehlverhalten entsteht nicht nur finanzieller Schaden. Die Manipulation von Wirkstoffen in Arzneimitteln oder der Einsatz von nicht qualifiziertem Personal führt zu Gesundheitsgefährdungen oder -schäden bei Patientinnen und Patienten.

Quelle: Tagesspiegel

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.