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Bielefeld: Versicherungsbetrug vor Gericht

Bielefeld: Versicherungsbetrug vor Gericht

Vor dem Landgericht Bielefeld wird derzeit ein mutmaßlicher Versicherungsbetrug verhandelt. Angeklagt sind eine Mutter und ihre Sohn, den eine vorsätzliche Brandstiftung zur Last gelegt wird. Folgt man dem derzeitigen Stand der Ermittlungen, so haben beide ihr eigenes Haus angezündet und wollten auf diese Weise eine Versicherungssumme ergattert. Der geltend gemachte Schaden belief sich auf 519.000 Euro, der sich aus 330.000 Euro für das Gebäude sowie 189.000 Euro für das verbrannte Inventar zusammensetzt, doch lehnte die Versicherung eine Schadensregulierung ab. Ermittlungen des Versicherers ergaben, dass die Hausbewohner Schulden hatten, was den Verdacht auf Versicherungsbetrug nahelegte.So kam es zu einer Übernahme des Falls durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Bemerkt wurde die Brandstiftung erst durch einen Taxifahrer, der um 04:48 Uhr den brennenden Dachstuhl sah. Die Tat ereignete sich in Herford bzw. im dortigen Stadtteil Diebrock. Durch die Flammen wurde das Zweifamilienhaus komplett zerstört, doch wurde niemand verletzt. Die Bewohner waren in der Brandnacht nicht zuhause, was den Verdacht auf Versicherungsbetrug zumindest nicht weiter entkräftet.

Welche Indizien für eine Mitwirkung der 74-jährigen Mutter und  ihres 39-jährigen Sohnes an der Brandstiftung sprechen, ist derzeit nicht bekannt. Beide bestreiten vehement ein Mitwirkung an der Tat. Spürhunde der Kriminalpolizei Herford hatten jedoch im Zuge der ersten Ermittlungen Brandbeschleuniger erschnüffelt.

Als weder die Gebäude- noch die Hausratversicherung zahlte, klagten die Versicherten, was zur jetzigen Anzeige wegen Versicherungsbetrugs führte. Vor Gericht verweigerte der Sohn bislang jede Aussage. Die Mutter sagte zunächst aus, sie sei gemeinsam mit ihrem Sohn in Herford Essen gewesen, wollte sich daraufhin die Stadt Hamm anschauen und aufgrund der Müdigkeit des Sohnes hätten beide auf der Raststätte Hamm-Rhynern bis rund fünf Uhr morgens im Auto geschlafen.Eine neue Version lautete dann, man habe eine Verwandte in Euskirchen besuchen wollen, was durch eine Tankquittung der Raststätte Hamm-Rhymern dokumentiert werden soll.

Eine Auswertung der Handydaten des männlichen Angeklagten zeigten jedoch, dass sich dieser zum Zeitpunkt des vermuteten Brandausbruchs ganz in der Nähe des Hauses aufgehalten hatte.Zudem wurde durch diesen bereits eine Privatinsolvenz angemeldet und im Vorfeld mutmaßlich Manipulationen an einem Gaszähler vorgenommen, um anfallende Rechnungen nicht zahlen zu müssen.

Quelle: NW

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.