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BND-Neubau: Ermittlungen wegen Sabotage in Berlin eingestellt

BND-Neubau: Ermittlungen wegen Sabotage in Berlin eingestellt

Im Fall der Sabotage am BND-Neubau in Berlin, der als „Watergate“ durch die Presse ging, hatten die Behörden Mitte 2016 die Ermittlungen eingestellt. Es ist entsprechend davon auszugehen, dass die Täter niemals gefasst werden und der Millionenschaden voll von den Versicherungen getragen wird. Vor rund einem Jahr war es auf der vermeintlich bestbewachten Baustelle Deutschlands zu umfangreicher Sabotage gekommen. Konkret wurden zwischen dem vierten und sechsten Stockwerk des Neubaus in verschiedenen Putzräumen insgesamt fünf Wasserhähne abmontiert und damit das Wasser in Gang gesetzt. Die Folge: Mehrere Tausend Liter Wasser flossen durch 2.000 Quadratmeter Bürofläche und verursachten dort erhebliche Schäden.

Nichtsdestotrotz wurden die Ermittlungen wegen der Sabotage in Berlin eingestellt, da sich keine Beschuldigten ermitteln ließen. Ursprünglich war seitens der Staatsanwaltschaft Berlin ein Verfahren gegen Unbekannt wegen „der Zerstörung von Bauwerken durch Herbeiführung eines Wasserschadens“ angestrengt worden.

Dem Vernehmen nach handelte es sich keineswegs um die erste Sabotage an dem Bau. Es existierten Anfragen des Grünen-Abgeordneten und Geheimdienstexperten Hans-Christian Ströbele, die sich auf Unterschlagung sowie Abhandenkommen vertraulicher Baupläne beziehen. Die Schäden der Sabotage durch Wasser wurden mittlerweile jedoch beseitigt und das Bauvorhaben wie geplant abgeschlossen.*

Durch die Sabotageaktion war ein Schaden von einer Million Euro entstanden. Der eigentlich für 2013 geplante Umzug des BND von Pullach bei München nach Berlin hatte sich nach Pfusch am Bau und Problemen mit dem Lüftungssystem immer wieder verzögert. Die Baukosten inklusive Technik beliefen sich von geplanten 730 Millionen auf etwas mehr als 1 Milliarde Euro. Die Gesamtausgaben inklusive Umzug mit 100.000 Kartons lagen bei knapp zwei Milliarden Euro.

Der bislang größte Neubau des Bundes unterliegt hohen Geheimhaltungserfordernissen. Dennoch waren die Baupläne, die lange extrem gut bewacht worden waren, später versehentlich verlegt worden. Sie tauchten im Internet wieder auf.

Die Bauzeit der 36 Fußballfelder besetzenden BND-Zentrale, die nach Plänen der Architekten „Kleihues + Kleihues“ an der Chausseestraße in Berlin-Mitte entstanden ist, betrug 13 Jahre.

Das Hauptgebäude steht in einer Senke, weit von der Straße ist es gegen Anschläge geschützt. Der BND ist autark mit einem Logistikzentrum, einer Energiezentrale und dem Parkhaus für 600 Autos. Der Geheimdienst bestand auf ein abgeriegeltes Gebäude mit 3.300 Büros, Unterrichtsräumen, Laboren, Fachbibliotheken und einem angeschlossenen Internat für Auszubildende und Studenten.

Die 14.000 Fenster sind dunkel getönt und abhörsicher. Die gewaltige Anlage beherbergt etwa 4.000 Mitarbeiter in Zweier-Büros. Ein Gesichtsscanner erkennt, wer Zutritt erhält. Für Unbefugte ist an den Torhäusern Schluss. BND-Mitarbeiter gelangen mit ihrer Schlüsselkarte nur in ihren Arbeitsbereich, sie dürfen ihre Profession gegenüber Fremden nicht preisgeben.

BND eröffnete Besucherzentrum

Seit Ende 2019 gewährt der BND einen kleinen Einblick in seine Arbeit im weltweit ersten Besucherzentrum eines Nachrichtendienstes. Nur angemeldete Gruppen und nicht mehr als 15.000 Menschen pro Jahr erhalten Zutritt. Ein spontaner Besuch ist nicht möglich. Das hat auch mit den strengen Sicherheitsvorkehrungen in dem Gebäude zu tun. Die Ausstellung umfasst Exponate aus 60 Jahren Geheimdienst, darunter eine Zentrifuge zur Urananreicherung im Atomwaffenbau, eine Sprengstoffweste und eine improvisierte Sprengvorrichtung aus Afghanistan. Satellitenaufnahmen einer Raketenrampe in Nordkorea sowie die Handtasche der legendären Doppelagentin Gabriele Gast.

Mehr dazu unter https://www.bnd.bund.de/DE/Der_BND/Besucherzentrum/besucherzentrum_node.html

Quelle: RBB Online

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