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Bochum: Prozess wegen Versicherungsbetrug gestartet

Bochum: Prozess wegen Versicherungsbetrug gestartet

Es ist ein Versicherungsbetrug der besonderen Art, der gerade vor dem Landgericht Bochum verhandelt wird. Angeklagt ist ein Psychiater aus Bochum der gemeinsam mit drei Komplizen dafür gesorgt haben soll, dass eigentlich gesunde Menschen in Frührente gehen können. Entsprechend handelt es sich um einen Versicherungsbetrug gegenüber der Krankenversicherung aber letztlich auch gegenüber den klassischen Sozialversicherungsträgern. Die krank geschriebenen Personen stünden normalerweise dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und wären bei Ausübung einer Tätigkeit zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet.

Laut Anklage soll der Versicherungsbetrug in Bochum eine Summe in Höhe von rund 400.000 Euro an den Versicherungsträgern vorbei geschleust haben. Der tatsächliche Schaden lässt sich jedoch nur schwer bemessen und richtet sich danach, wie viele Personen aufgrund eines gefälschten Gutachtens in Frührente geschickt wurden.

Der angeklagte Arzt leidet an einer schweren Herzkrankheit und konnte aufgrund dessen nicht vor Gericht erscheinen. In der Folge wurden die Verfahren getrennt, sodass aktuell nur die drei mutmaßlichen Helfer angeklagt sind. Ihnen wird vorgeworfen, die „Kunden“ angeworben und ihnen den Versicherungsbetrug schmackhaft gemacht zu haben. Wer dabei die illegale Geschäftsidee hatte, ist derzeit noch nicht bekannt.

Als gesichert gilt derweil, dass die Mittäter gemeinsam mit dem Arzt für die notwendige Papiere für eine Frühverrentung gesorgt haben. Darüber hinaus wurden regelrechte Schulungen angeboten. Gegenstand der Unterweisung war das richtige Verhalten bei Depressionen oder Schizophrenie bzw. das Einstudieren der zu den Krankheitsbildern passenden Verhaltensmuster. Entsprechend ist es mit Hilfe des medizinischen Experten oftmals auch gelungen, ein entsprechendes Bild abzugeben und dadurch die Versicherungen zu täuschen.

Die Kosten für den Versicherungsbetrug beliefen sich pro Person auf rund 7.000 Euro. Diese Summe wurde einkassiert, um dafür zu sorgen, dass gesunde Menschen in Frührente gehen konnten. Würde man in diesem Kontext ausrechnen, auf welche Summe sich die Rentenzahlungen belaufen, so ergäbe sich mit Sicherheit ein um ein vielfaches höherer Betrag.

Im Falle einer Verurteilung ist durchaus auch eine Haftstrafe möglich. Es kommt letztlich darauf an, als wie schwer der Fall durch die Richter beurteilt wird.

Quelle: Radio Bochum

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