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Darmstadt: erfolgreiche Ermittlungen gegen Schwarzarbeit

Den Ermittlern des Zolls ist ein großer Schlag gegen Schwarzarbeit gelungen. Bei verschiedenen Einsätzen im Rhein-Main-Gebiet und dem Raum Darmstadt wurden gleich zwei so genannter „Schwarzarbeit-Ringe“ gesprengt. Insgesamt waren bei den Ermittlungen mehr als 700 Fahnder im Einsatz und untersuchten parallel 60 Wohnungen, Firmengebäude sowie Fahrzeuge. Die Ermittlungen konzentrierten sich nicht nur auf Frankfurt und Darmstadt, sondern auch auf Teile von Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt sechs Personen festgenommen. Zu Beginn der Ermittlungen waren 25 Personen als verdächtig eingestuft wurden und bildeten den Kern der Fahndungsaktion. Die Schwarzarbeit wurde dabei von zwei Tätergruppen organisiert und insbesondere im Baugewerbe ausgeübt. Es zeigte sich dabei, dass durchaus organisierte Kriminalität vorhanden war, die einen erheblichen Schaden anrichtete.

Folgt man den Ermittlern, so beläuft sich die Summe der entgangenen Beträge für das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger auf runde 14 Millionen Euro. Die Gelder wurden über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahre entzogen und die Ermittlungen wegen Schwarzarbeit liefen bereits seit 2013. Immerhin ist es dem Zoll gelungen, einen Betrag in Höhe von 13,7 Millionen Euro durch Kontenpfändungen und offene Forderungen für bereits erbrachte Bauleistungen einzuziehen. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ermittlungen Bargeld in Höhe von 200.000 Euro sicher gestellt. Ebenfalls fanden die Fahnder vier Pistolen mitsamt Munition, stellten ein Luxusauto sicher und entdeckten einen Schlagring.

Da sich drei der Verdächtigen als gewaltbereit erwiesen, wurden diese durch eine Spezialeinheit des Zollkriminalamts festgesetzt. Hierfür zeichnet das Hauptzollamt Gießen verantwortlich.

Begangen wurde ein so genannter „Kettenbetrug“. Diese Form von Schwarzarbeit liegt dann vor, wenn immer wieder Scheinfirmen gegründet werden, um fingierte Zahlungen und falsche Rechnungen zu verschleiern. Auf diese Weise wurde regelrecht Schwarzgeld erzeugt, mit dem dann die Arbeitskräfte entlohnt wurden.

Aufmerksam wurden die Ermittler nach einer Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen eine der insgesamt 14 betroffenen Firmen. Der Fall zog dann aber bald weitere Kreise, wie sich heute zeigt.

Über Kettenbetrug

Exemplarisch für Schwarzarbeit ist der Kettenbetrug zu nennen. Der Begriff umschreibt das  kriminelle  Zusammenwirken von mehreren natürlichen oder juristischen Personen an einem Tatkomplex. Er basiert auf dem gewerbsmäßigen Inverkehrbringen falscher Belege und Rechnungen, die von Unterhändlern am Markt gehandelt und in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden.

Ziel ist es, durch das Einbuchen fingierter Leistungen in die Buchhaltung Schwarzgeld für kriminelle Zwecke zu generieren – für Schwarzlohnzahlungen, verdeckte Gewinnentnahmen und Korruption.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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