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Düsseldorf: Versicherungsbetrug im Pflegebereich

Düsseldorf: Versicherungsbetrug im Pflegebereich

Es ist ein Fall von Versicherungsbetrug, wie er sich nur selten ereignet. Sage und schreibe sieben Millionen Euro sollen Pflegedienste ergaunert haben, wie Ermittler in Düsseldorf herausgefunden haben. Die dortige Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt sprechen von der Festnahme von vier Hauptverdächtigen, die sich nun vor Gericht verantworten müssen. Dabei wurden die Ermittlungen bereits 2014 in die Wege geleitet und fanden unter Beteiligung sowohl des LKA als auch des Zolls und der Steuerfahndung statt. Interessant ist dabei, dass ein Großteil der Taten erst 2015 und 2016 verübt wurden, als die Pflegedienste bereits unter polizeilicher Beobachtung standen.
 

Der Versicherungsbetrug wurde verübt, indem rund 200 Personen Leistungen gegenüber den Versicherern abrechneten, die niemals erbracht wurden. Abgerechnet wurde dabei gleich über mehrere Pflegedienste, deren Gelder sodann über eigens ins Leben gerufene Scheinfirmen herausgezogen wurden. Dabei beschränkte sich der Versicherungsbetrug nicht allein auf Düsseldorf oder Nordrhein-Westfalen, sondern fand auch in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen statt.
 

Bemerkenswert ist auch, dass nicht nur die Drahtzieher, sondern auch Mitarbeiter der Pflegedienste sowie Patienten in den Versicherungsbetrug verwickelt sind und sich nun vor Gericht verantworten müssen. Im Rahmen einer Razzia durchsuchten die Ermittler 108 Wohn- und Geschäftsräume. Eingesetzt wurden dabei acht Staatsanwälte sowie 469 Ermittler der Polizei, die durch 13 Steuerfahnder und 16 Zollbeamte unterstützt wurden. Neben mehreren hundert Umzugskartons mit Akten und Daten im Umfang von 70 Terabyte fand sich auch ein umfangreiches Waffenarsenal.
 

Verhaftet wurden zunächst drei Personen, während sich die vierte Person zum Zeitpunkt der Durchsuchungen in Moskau befand. Die dortigen Behörden zeigten sich jedoch in vollem Umfang kooperativ und nahmen den betreffenden Straftäter umgehend fest. Angesichts der Schwere der Taten könnte es am Ende in der Tat zu Gefängnisstrafen kommen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die einzelnen Fälle von Versicherungsbetrug nachgewiesen werden können, was in der Praxis der Ermittler  keineswegs immer gelingt.

Corona-Zeit erschwert Schwarzarbeit

Etwa drei Millionen Haushalte in Deutschland beschäftigen eine Putzhilfe. Seit Mitte März viele Unternehmen ihre Angestellten ins Home Office schicken mussten, sind die Kundenaufträge um über 50 Prozent zurückgegangen. Eine Putzhilfe, die vor der Corona-Krise 30 Stunden pro Woche gearbeitet hatte, ist heute nur noch zehn beschäftigt. Sie bekommt Kurzarbeitergeld. Zum Leben reicht das kaum. Bei einem Tariflohn von 10,80 Euro in der Gebäudereinigung bleiben nur 60 Prozent vom netto. Mit 800 oder 900 Euro lässt sich in Deutschland nicht leben. Die Mehrheit der Putzhilfen in Privathaushalten arbeiten daher schwarz. Wenn der Auftraggeber kündigt, fallen sie durch das soziale Netz. 

Quelle: Westdeutsche Zeitung

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