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Gerichtsverhandlung wegen Schwarzarbeit in Münster

Gerichtsverhandlung wegen Schwarzarbeit in Münster

Vor dem Landgericht Münster findet derzeit ein groß angelegter Prozess wegen Schwarzarbeit statt. Veranworten muss sich dabei ein Bauunternehmer, der die Straftaten offensichtlich im großen Stil begangen hat. Dabei handelte es sich nicht nur um Schwarzarbeit und den damit einhergehenden Sozialversicherungsbetrug, sondern auch um die Beschäftigung von Arbeitnehmern oder gültige Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltspapiere.

Der 39-Jährige räumte bereits zu Beginn des Prozesses die Schwarzarbeit ein und erleichterte damit die Arbeit der Ermittler. Dabei wird der entstandene Schaden einhellig auf mehrere Millionen Euro beziffert, was sich letztlich auch auf das Strafmaß auswirken dürfte. Nachdem bereits beim Prozessauftakt einwandfrei die Schuldfrage geklärt wurde, kam es in einer so genannten Fortsetzungsverhandlungen auch zur Vernehmung eines weiteren selbstständigen Bauabrechners aus Dortmund. Dieser wurde als Zeuge geladen und gab unter anderem an, dass auf den Baustellen oftmals nicht gut Deutsch gesprochen wurde.

Ebenfalls wurde ein 58-jähriger Mann aus Bramsche vernommen, der über sechs Monate als Geschäftsführer eines Unternehmen des Hauptangeklagten tätig war und von Schwarzarbeit in Form von bar gezahlten Löhnen sprach. Des Weiteren wurden in diesem Zusammenhang auch keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt, wovon der ehemalige Geschäftsführer allerdings nach eigener Aussage nichts wusste.

Interessant ist in diesem Kontext, dass besagter Zeuge aber auch wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde und damit durchaus der Verdacht im Raum steht, dass er auch an der Schwarzarbeit beteiligt war. Ob in diesem Kontext Ermittlungen angestellt werden, ist jedoch noch unklar.

Die Baubranche ist immer wieder anfällig für Schwarzarbeit. Einer der Gründe liegt darin, dass in manchen Bereichen auch auf Arbeitskräfte mit geringer Qualifikation und ohne Kenntnisse der deutschen Sprache gesetzt werden kann. Im konkreten Fall sollen Personen aus dem Kosovo sowie aus Rumänen für den Bauunternehmer gearbeitet haben, was natürlich einer unfairen Behandlung Tür und Tor öffnet. Eine Einzahlung in die Arbeitlosen- oder Rentenversicherungen ist für diese Arbeitnehmer nicht interessant und auch die Krankenversicherung wird vielfach als überflüssig erachtet. So entstehen vermeintliche Win-Win-Situationen, die jedoch spätestens dann zum Bumerang werden, wenn die Arbeitnehmer erkranken oder einen Unfall erleiden.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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