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Hamburg: Junge spielt Detektiv – mit Erfolg

Hamburg: Junge spielt Detektiv – mit Erfolg

Die Arbeit als Detektiv erfordert eine umfangreiche Ausbildung und zudem jede Menge Erfahrung, In einigen wenigen Fällen scheint es sich jedoch um ein regelrechtes Kinderspiel zu handeln. Dies zeigte sich deutlich in Hamburg, wo ein elfjähriger Junge maßgeblich zur Überführung eines Diebes beitrug. Aufgrund der Aufmerksamkeit des Jungen gelang es den Ermittlern der Polizei einen Räuber dingfest zu machen. Zuvor hatte der Junge seinem Vater davon berichtet, dass er einen Diebstahl beobachtet hätte. So hatte der Täter ein Schließfach aufgebrochen und war auffälligerweise vollkommen bekleidet im Schwimmbadbereich unterwegs. Der kleine Detektiv heftete sich daraufhin an die Fersen des Täters und gab Alarm.

Nachdem das Personal der Schwimmhalle in der Ifflandstraße in Hamburg Hohenfelde die Polizei benachrichtigt hatte, wurde der Dieb festgenommen. Der Mann hatte keinerlei Schwimmkleidung bei sich und war offensichtlich allein zum Diebstahl in dem Schwimmbad. Zudem wurden weitere Beweismittel gefunden, sodass es nun zu einem Gerichtsverfahren kommt.

Grundsätzlich ist die Arbeit von Laien im Bereich Ermittlung jedoch zu vermeiden. Natürlich kann das Engagement des Elfjährigen nur gelobt werden, doch kommt es stets darauf an, nicht sich oder andere in Gefahr zu bringen. Wann immer es sich um Fälle von Zivilcourage handelt, sollte zuvor das Risiko abgewogen werden. Meist ist es die beste Handlung, direkt mit der Polizei oder einem professionellen Privatermittler in Kontakt zu treten und den Profis die Ermittlungen zu überlassen.
Dennoch ist die Bevölkerung (ob erwachsen oder minderjährig) als Beobachter und Tippgeber nicht zu vernachlässigen und kann in manchen Fällen den entscheidenden Unterschied machen.

Es ist übrigens keineswegs das erste Mal, dass ein Kind bei einem Kriminalfall hilfreich ist. Problematisch ist in diesem Kontext oftmals die Verwertbarkeit einer Zeugenaussage. Sind Kinder noch zu klein, so ist deren Worten teilweise nicht zu trauen und das Bezeugen einer Straftat kann lediglich als zusätzliches Indiz angesehen werden. Bei einem Elfjährigen ist jedoch davon auszugehen, dass dessen Glaubwürdigkeit unbezweifelt bleibt. Hinzu kommt, dass im Fall Hamburg auch zusätzliche Beweise für den Diebstahl gefunden wurden.

Quelle: Hamburger Morgenpost

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