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Hannover: Industriespionage durch „Chef-Masche“

Hannover: Industriespionage durch „Chef-Masche"

Unternehmen in Hannover, Hamburg und den umliegenden Orten werden derzeit von einer besonderen Form von Industriespionage heimgesucht. Die Rede ist von der so genannten „Chefmasche“, die in nur wenigen Tagen Schäden in Millionenhöhe angerichtet haben soll. Bereits im letzten Jahr sprach das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) von rund 50 Fällen von derartiger Industriespionage, während es im Vorjahr gerade einmal zehn Fälle waren. Auch die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg ist auf die Problematik aufmerksam geworden und spricht von einer „größeren Betrugswelle“ in Norddeutschland.

Die „Chef-Masche“, die auch CEO-Fraud genannt wird, basiert darauf, dass sich Cyberkriminelle zunächt umfangreiche Informationen über ein Unternehmen verschaffen und sich dann als Vorstand oder Geschäftsführer ausgeben. In E-Mails werden Mitarbeiter der Finanzabteilung zur Überweisung größerer Geldbeträge genötigt, bei denen die Konten in aller Regel in Osteuropa oder auch Asien liegen. Wird das Geld dann überwiesen, ist die Summe in den meisten Fällen verloren. Glücklicherweise konnte bislang jedoch nur ein Delikt dieser Art tatsächlich vollendet werden, womit ein Schaden in Höhe von 980.000 Euro verursacht wurde.

Auf der anderen Seite ist davon auszugehen, dass bei Industriespionage eine enorme Dunkelziffer herrscht. Nur in den wenigsten Fällen sind Unternehmen dazu bereit, ihre Fehler zuzugeben und bewahren meist Stillschweigen, um keine Nachahmer anzulocken oder den Eindruck einer mangelhaften Lauschabwehr zu erwecken.

Grundsätzlich hat sich Computerkriminalität mit dem Ziel von Industriespionage oder auch nur dem Erpressen von Lösegeldern in der letzten Zeit zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Einer der Gründe hierfür kann aber sicher auch in der mangelhaften Einstellung seitens der betroffenen Unternehmen liegen. So geht aus einer Studie der Hochschule Hannover hervor, dass lediglich bei der Hälfte von 1.800 untersuchten Unternehmen mit verschlüsselten Verbindungen gearbeitet wird, während die Daten in den anderen Fällen mehr oder weniger offen liegen.

Des Weiteren arbeiten viele Firmen mit veraltetet Software und legen keinen ausreichenden Wert auf Virenscanner oder die entsprechende Antiviren-Software. Fakt ist indes, dass auch E-Mails als Einfallstor für Computerkriminalität, Sabotage und Industriespionage gelten.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.