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Industriespionage: Firmenübernahmen mit Methode

Industriespionage: Firmenübernahmen mit Methode

Industriespionage bzw. Wirtschaftsspionage erhält mehr und mehr ein neues Gesicht. Neben die Gefahr, die durch Computerkriminalität und die Angriffe von Hackern droht, treten nun auch gezielte Firmenübernahmen. Vor allem China ist in diesem Bereich ein wichtiger Akteur und kauft zunehmend deutsche Unternehmen, die sich auch sicherheitsrelevanten Bereichen widmen. Diese Vorgehensweise ist vordergründig zwar legal, hat nun jedoch den Verfassungsschutz auf den Plan gerufen. Namentlich war es Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, der vor diesem Phänomen warnt. Diese Warnung wurde vor versammelten Verfassungsschützern, Industrievertretern und Journalisten ausgesprochen. Die Industriespionage durch Übernahme von Unternehmen ist demnach auch einer der Gründe dafür, dass immer weniger klassische Spionage betrieben wird.

Ein typisches Beispiel dafür, wie Industriespionage mittlerweile funktioniert, ist die Übernahme des Robotikunternehmens Kuka. Die Augsburger Firma wurde 2016 vom chinesischen Haushaltsgerätekonzern Midea gekauft worden, war jedoch in der Vergangenheit an einer Reihe deutscher Rüstungsprojekte beteiligt. Eines der Probleme der möglichen Industriespionage besteht darin, dass chinesische Unternehmen in ihrem Heimatland einer Kooperationspflicht mit der Regierung unterliegen und somit sämtliches Know-how an die Behörden ausliefern müssen.

Der Kauf von Kuka war seinerzeit ein Politikum und hatte die Sorge um einen Verlust von Firmengeheimnissen maßgeblich beflügelt. Einer der Gründe hierfür lag auch darin, dass es sich keineswegs um das erste Unternehmen in diesem Bereich handelte, das fortan in chinesischer Hand ist.

Ein weiterer Aspekt der Problematik besteht darin, dass eine Reihe an Unternehmen mit den deutschen Sicherheitsbehörden kooperieren und diesen zuarbeiten. Deutschland betreibt in diesem Kontext eine gezielte Förderpolitik und ist unter anderem mit der Telekom oder auch dem Technikunternehmen Rohde & Schwarz vernetzt.

Vor allem vor dem Hintergrund des geplanten Baus eines deutsch-französischen Militärflugzeugs wird der „Ausverkauf“ der deutschen Innovationsträger mit Besorgnis gesehen. Militärische Bereiche können auf diese Weise kaum noch geheim gehalten werden, während dies in anderen Staaten wie China, Russland oder auch den USA problemlos funktioniert. Ob diese Erkenntnis zu einem Umdenken führt, muss sich jedoch erst noch zeigen.

Quelle: Taz
 

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.