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Leoni AG wurde Opfer einer groß angelegten Betrugsmasche

Leoni AG wurde Opfer einer groß angelegten Betrugsmasche

Eine Enthüllung von ungeheuerlichen Ausmaßen hat unlängst nicht nur die internationalen Wirtschaftsnachrichten, sondern auch den Aktienmarkt erschüttert: Wie nun bekannt wurde, soll das im MDax gelistete Unternehmen Leoni AG Opfer einer groß angelegten Betrugsmasche geworden sein.

Bei der Leoni AG in Nürnberg handelt es sich um einen großen Autozulieferer, der nun wohl wie schon andere Unternehmen zuvor Opfer einer Variante des sogenannten „Chef-Betrugs“ wurde. Bei dieser Art der organisierten Kriminalität gehen die Täter äußerst gut vorbereitet direkt in bestimmte Bereiche von Unternehmen, um sich als Befugte für größere Finanztransaktionen auszugeben. Offenbar gab es auch bei der Leoni AG einen direkten Kontakt zu einem der Betrüger, der sich gegenüber den tatsächlichen Mitarbeitern mit detailreichen Kenntnissen als Vorgesetzter ausgab. Diese Art des Betrugs wurde weltweit in den letzten Jahren vermehrt beobachtet. Besonders gut funktioniert sie in Unternehmen, bei denen aufgrund einer sehr autoritären und hierarchischen Führungsstruktur Befehlsketten und Anweisungen von den Mitarbeitern wenig oder gar nicht hinterfragt werden. Im aktuellen Fall der Leoni AG sollen auf diese Weise rund 40 Millionen Euro abgezweigt worden sein. Für den Transfer der gestohlenen Gelder wurden laut aktuellem Ermittlungsstand gefälschte Identitäten und Dokumente genutzt, außerdem soll auch ein entsprechender Nachrichtenverkehr auf elektronischem Wege fingiert worden sein.

Die Anleger an der Börse nahmen die Nachrichten von Leoni trotz gewisser Kursverluste bisher relativ gefasst auf, da sich die Konzernspitze sofort um Beruhigung der Situation bemühte. So wurde den Anlegern versichert, dass weder das operative Geschäft noch die Liquiditätslage der Leoni AG durch die fehlenden 40 Millionen Euro wesentlich beeinträchtigt seien. Momentan würden nach der bereits gestellten Strafanzeige und den eingeleiteten Ermittlungen der zuständigen Behörden Ansprüche auf Schadenersatz oder Versicherungsleistungen geprüft. Ob die entwendeten Millionen allerdings zurück in die Kassen der Leoni AG fließen werden, ist derzeit noch offen.

Immerhin gehen die in diesem Bereich der Wirtschaftskriminalität tätigen Betrüger äußerst gerissen vor und wissen, wie sie ihre Spuren verwischen können. Laut dem US-Geheimdienst FBI sollen sich durch solche Verbrechen mittlerweile schon etwa 3 Milliarden Dollar Schadensumme in mehr als 100 Ländern weltweit in wenigen Jahren angehäuft haben. Das deutsche BKA hat seit 2013 etwa 60 Fälle von „CEO-Betrug“ mit rund 100 Millionen Euro Schadensumme erfasst. Mangels Meldepflicht könnten die tatsächlichen Zahlen aber weit darüber liegen. Dabei wären die an den Kontrollmechanismen der Unternehmen vorbei operierenden Betrugsmaschen möglicherweise in einem frühen Stadium zu identifizieren, wenn bei einem Anfangsverdacht auf Irregularitäten bereits ein geschulter Ermittler hinzugezogen würde.

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