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Montabaur: Ermittlungen nach Ausschreitungen

Montabaur: Ermittlungen nach Ausschreitungen

In Montabaur liefen Mitte 2018 Ermittlungen wegen einer handfesten Schlägerei. Auf der Kirmes des rheinland-pfälzischen Ortes waren bis zu 30 Personen aufeinander losgegangen und es kam zu Delikten im Bereich der Körperverletzung. Seitens der Polizei konnte jedoch keinerlei Identität festgestellt werden, da die Beteiligten die Flucht ergriffen.

Glücklicherweise meldeten sich noch im Laufe des selben Abends, am 4. August 2018, zwei Personen bei den Ermittlern der Polizei Montabaur und gaben Auskunft über den Ablauf der Schlägerei. Demnach zettelte eine Gruppe Jugendlicher von etwa 14 Personen den Streit an. Zunächst sei es nur um Zigaretten gegangen, doch später wurde ein junger Mann mit einer Bierflasche gegen den Kopf geschlagen. Er trug diverse Kopfverletzungen davon und musste in der Notaufnahme des naheliegenden Krankenhauses behandelt werden.

Interessant an dem Fall war das völlige Fehlen einer Videoüberwachung. In diversen anderen Städten werden Volksfeste längst auf diese Weise abgesichert, was für die Ermittler eine erhebliche Erleichterung bedeutet. Auch in diesem Fall hätte man das Geschehen filmen und im Nachhinein auswerten können, denn schließlich ereignete sich die Schlägerei direkt auf dem zentralen Kirmesplatz.

Angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der großen Hitze war eine Eskalation wie die jetzige nicht verwunderlich. Interessanterweise gab es bereits 2011 eine umfangreiche Diskussion über eine Videoüberwachung für den Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur. Seinerzeit war es die CDU, die einen entsprechenden Vorstoß wagte und vor allem Vandalismus ins Visier nehmen wollte. Zuletzt kam es rund um die Waldschule in Horressen zu Vandalismus, zahlreiche Glasscheiben gingen zu Bruch und ein hoher Sachschaden entstand.

Dem entgegen halten ließe sich die Seltenheit der Vorfälle und die Höhe der Kosten für eine Videoüberwachung. Darüber hinaus müsste seitens der Polizei eine besondere Gefahrenlage oder ein Brennpunkt für Kriminalität festgestellt werden, um überhaupt entsprechende Maßnahmen einleiten zu dürfen.

Die Kriminalitätsstatistik für den Westerwaldkreis

In Montabaur wurde im März 2020 die Kriminalstatistik für das Jahr 2019 vorgelegt. Im Westerwaldkreis wurden 8.839 Fälle untersucht, von denen 66,1 Prozent aufgeklärt wurden. Als sicherste Gemeinde gilt Wallmerod. Wohnungseinbrüche waren zurückgegangen, gemeldet wurden 232 Einbrüche, nur 60 Prozent davon waren tatsächlich ausgeführt worden. Es wurden 243 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bekannt, dazu zählen Kinderpornografie und Vergewaltigungen. Reine Körperverletzungen nehmen ab, meist gehen diese Fälle mit Alkoholkonsum einher. Hier greifen die Sicherheitsmaßnahmen der Veranstalter, die dafür Sorge tragen, dass Feste friedlich verlaufen. Neben 1.377 Rauschgiftdelikten fällt Internetkriminalität mit steigenden Fallzahlen ins Gewicht.

Nicht die Stadt, aber die Schule setzt bereits auf Videoüberwachung

Seit 2018 setzt die Augst-Schule in Neuhäusel nahe Montabaur IP-Videoüberwachung im Kampf gegen Vandalismus ein. Das Schulgelände erstreckt sich über 30.000 Quadratmeter und steht Familien, Kindern und Jugendlichen nachmittags und abends für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung. Immer wieder kam es zu Sachbeschädigungen auf dem Schulgelände sowie am Gebäude, Fenster wurden zerschlagen, Brände gelegt und Wände der Sporthalle mit Filzstiften und Sprayfarbe verschmutzt.
Die Schulleitung installierte in der Folge eine Videoüberwachungsanlage von Axis. Die Kameras zeichnen nur außerhalb der Schulzeiten auf, die Bilder werden nach 72 Stunden gelöscht. Umgehend konnte eine Verbesserung der Umstände festgestellt werden, unberechtigter Zutritt oder Zerstörungen wurden gestoppt.

Quelle: WW Kurier

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