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Prozess gegen Ex-Polizisten beginnt wegen Elterngeld-Betrug

Prozess gegen Ex-Polizisten beginnt wegen Elterngeld-Betrug

Was war der Plan der Angeklagten?

Zwei Ex-Polizisten aus Hessen stehen derzeit vor Gericht, weil sie sich durch groß angelegte Betrügereien Elterngeld in Millionenhöhe erschleichen wollten. Zwar waren die Beamten mit ihrer Masche nicht erfolgreich, aber hätte ihr Betrug geklappt, wären auf ihren Konten knapp fünf Millionen Euro eingegangen. Doch statt Luxus erwartet die Männer jetzt das Gefängnis. 

Die beiden Polizeibeamten haben falsche Geburtsurkunden ihrer nicht existierenden Kinder sowie erfundene Namen und gefälschte Lohnabrechnungen an Hunderte Behörden in ganz Deutschland geschickt und mit ihren gefälschten Papieren Elterngeld beantragt. Sogar daran, für eventuell zurück kommende Post eine Nachsendeadresse einzurichten, haben die beiden Angeklagten aus Hessen gedacht. Außerdem haben die ehemaligen Polizisten mit Hilfe ausgedachter französischer Identitäten, 58 Konten eingerichtet, auf die das erschlichene Geld transferiert werden sollte. Die kriminalistisch geschulten Beamten waren clever genug, um auf den von ihnen bei den Behörden eingereichten Papieren keine Fingerabdrücke oder DNA-Spuren zu hinterlassen. Zu diesem Zweck trugen die Männer beim Ausfüllen der notwendigen Papiere Ganzkörperanzüge und Handschuhe. Dennoch waren sie mit ihrer Masche nicht erfolgreich. 

Wie flogen die Betrügereien der Ex-Polizisten auf?

Einige Sachbearbeiter der angeschriebenen Behörden begannen an den eingereichten Anträgen zu zweifeln und informierten ihre Vorgesetzten. Aufgrund der aufkommenden Zweifel am Wahrheitsgehalt der Anträge, überprüften die Mitarbeiter der Sozialbehörden die Angaben beim Einwohnermeldeamt und stellten fest, dass die Antragsteller nicht an den aufgeführten Adressen gemeldet waren. Daraufhin wurde den Angeklagten bis auf 7.200 Euro kein Geld überwiesen und auch dieses Geld wurde unmittelbar wieder zurück gebucht. Doch obwohl die Behörden der Masche der Betrüger schon auf die Spur gekommen waren, stand die Identität der Täter lange Zeit nicht fest. Erst ein Hinweis der Ehefrau von einem der Angeklagten brachte die Polizisten auf deren Spur. Jetzt mussten sich beide vor Gericht für ihre Taten verantworten.

Die ehemaligen Polizisten verurteilte man nach ihrem bundesweit angelegten Elterngeld-Betrug in Bochum zu je zweieinhalb Jahren Haft. Die Richter begründeten die Strafe mit der „extrem hohen kriminellen Energie“ der Angeklagten. Das Urteil soll potenzielle Nachahmer abschrecken. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft beantragt.

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.