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Sabotage in Bartow: Windpark war Ziel

Sabotage in Bartow: Windpark war Ziel

Einspeisekabel für Strom beschädigt 

In Bartow im Kreis Mecklenburgische Seenplatte und damit nördlich von Berlin ist es zu einem ungewöhnlichen Fall von Sabotage gekommen. Ziel war dabei ein Windpark, der kurz vor seiner Inbetriebnahme stand. Die Ermittler tappten sowohl über die Motivation als auch über die Identität der Täter zunächst noch im Dunkeln.

Die Sabotage ereignete sich Anfang 2018. Die Polizei in Anklam hatte festgestellt, dass ein zentrales Einspeisekabel für Strom mit Schrauben beschädigt worden war, zudem fand man Spuren eines Messerangriffs. Aufgefallen waren die Beschädigungen im Zuge der Abschlussmessung, die eigentlich der letzte Schritt vor dem Start des Windparks sein sollte.

Die Sabotage erwies sich nicht als erfolgreich, denn der Windpark konnte dennoch ungehindert in Betrieb genommen werden. Nichtsdestotrotz gehen die Ermittlungen wegen Sabotage weiter, da anderenfalls entsprechende Straftaten für die Zukunft zu befürchten waren. Die Besonderheit bestand darin, dass das besagte Kabel in 1,20 Meter Tiefe lag und damit alles andere als einfach zu erreichen war. Der Zweck des Kabels bestand im Transport des Stroms zum nächst gelegenen Umspannwerk. Technikern war es in diesem Fall schnell möglich, den Schaden exakt zu lokalisieren und für Abhilfe zu sorgen.

Dennoch beliefen sich die Schätzungen der Schadenshöhe auf rund 15.000 Euro. Ins Visier der Ermittler gerieten Windkraftgegner, die sich im Vorfeld gegen die Windkraftanlage in der Nähe von Altentreptow ausgesprochen hatten. Dass deren Protest jedoch solche Formen annehmen würde, konnte nicht bewiesen werden.

Eine weitere Möglichkeit bestand darin, dass die Sachbeschädigung aus Langeweile vorgenommen wurde und es sich um das Werk von Jugendlichen gehandelt haben könnte. Diese These wurde dadurch gestützt, dass die Kabel lange auf Kabeltrommeln gelagert wurden, was auch die Abstände der Schraubstellen plausibel machen würde.

Fakt ist, dass die Windkraftanlagen in der Region Mecklenburger Seenplatte massiv in der Kritik stehen und mancherorts als Verschandlung der Landschaft angesehen werden. Rund 2.000 Windräder stehen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liefern eineinhalb mal so viel Strom, wie dort gebraucht wird. Der Ausbau stockt, denn Windkraftgegner versuchen, den Bau neuer Anlagen gerichtlich zu verhindern. Aus anfangs einzelnen, auf das Land verteilten Bürgerinitiativen ist eine Partei gewachsen. Der „Freie Horizont“ kritisiert grüne Politik scharf. 

Ein Problem für den Menschen ist der Infraschall. Der Arzt Heinz Timm aus Penkun befragte die Einwohner eines Dorfes, die im direkten  Einzugsgebiet von Windrädern leben. Ein Drittel leidet unter gesundheitlichen Störungen, Schlafprobleme sind typisch, auch Tinnitus kann auftreten. Das Umweltbundesamt erklärt, dass Infraschall schädlich sein kann, aber nicht der von Windrädern. Bisher hat es dazu lediglich eine Laboruntersuchung mit 44 Personen gegeben. 

Quelle: Die Welt

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