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Schwarzarbeit am Tegernsee: hohe Dunkelziffer

Schwarzarbeit am Tegernsee: hohe Dunkelziffer

Auch am Tegernsee, unweit von München, ist Schwarzarbeit ein großes Thema. Recherchen einer lokalen Zeitung 2016 haben ergeben, dass neben den offiziellen Ermittlungen auch eine hohe Dunkelziffer existiert. Insbesondere im Oberland kennen sich die Menschen untereinander und haben dementsprechend gute Möglichkeiten, um sich durch Schwarzarbeit gegenseitig auszuhelfen. Hinzu kommt, dass in dieser Gegend viele gastronomische Betriebe existieren – traditionell eine Branche, in der es oft zu Schwarzarbeit kommt.

Die Möglichkeiten, um illegal das Einkommen aufzubessern, sind zahlreich. In der Gastronomie können beispielsweise Essen nicht verbucht und die Erträge in die eigene Tasche gesteckt werden, bei den Handwerksbetrieben wird oftmals nach Feierabend gearbeitet. In anonymen Interviews äußern Handwerker die Vermutung, dass neben dem regulären Job bis zu 30 bis 40 Stunden zusätzlich gearbeitet wird.

Darüber hinaus wird sogar von einem Stillschweigen seitens der Behörden ausgegangen, zumindest was Schwarzarbeit in kleinem Rahmen angeht. Seitens mancher regionaler Finanzämter wird eingeräumt, dass sich Ermittlungen oftmals schwierig gestalten. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim überprüfte im Jahr 2014 2.500 Betriebe und 15.000 Personen.*

Im Jahr 2017 waren 88,5 Prozent der Reinigungskräfte illegal beschäftigt, obwohl die Anmeldung einer legalen Beschäftigung über die Minijob-Zentrale für die Auftraggeber heute eine einfache Sache ist. Zwölf Jahre zuvor erreichte der Anteil der Schwarzarbeit in Privathaushalten 93 Prozent. Den Handwerker, den Frisör oder die Haushaltshilfe am Fiskus vorbei zu beschäftigen gilt quer durch alle Gesellschaftsschichten als Kavaliersdelikt. In Europa blüht die Beschäftigung von Arbeitern in der Fleischwirtschaft oder am Bau – dort sind die Probleme mit der Schattenwirtschaft am größten.

Im Sommer 2019 wurde bekannt, dass in jedem elften Gastrobetrieb der Mindestlohn von 9,19 Euro die Stunde nicht gezahlt wird. Steuerhinterziehung, illegale Ausländerbeschäftigung und Sozialleistungsbetrug wurden durch verstärkte Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll ins Visier genommen.

Im Juni 2019 kontrollierte der Zoll im Rahmen einer bundesweiten Aktion die Beschäftigungsverhältnisse im Gaststättengewerbe. Mit mehr als 70 Zöllnerinnen und Zöllnern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beteiligte sich auch das Hauptzollamt Karlsruhe.

Mindestlohn im Fokus

In den frühen Abendstunden wurden 76 Arbeitgeber kontrolliert und 311 Beschäftigte zu ihrem Arbeitsverhältnis befragt. Schwerpunkte der Prüfung waren die Einhaltung des Mindestlohnes und die Ausländerbeschäftigung. Des Weiteren wurde kontrolliert, ob die Arbeitgeber ihre Servicekräfte und Köche richtig angemeldet haben und damit die Sozialversicherungsbeiträge abführten.

Die Kontrollen ergaben 14 Mindestlohnverstöße, neun illegale Ausländerbeschäftigungen, sieben Fälle von Leistungsmissbrauch und acht Hinweise auf Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt.

Die bundesweit agierende Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls soll bis 2024 schrittweise von 6.800 auf 8.500 Stellen aufgestockt werden. Für Schwarzarbeiter in der Gastronomie ist die Gefahr erwischt zu werden groß.

Arbeitgeber machen sich der Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen schuldig, wenn sie ihre Mitarbeiter nicht in vollem Umfang anmelden. Eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren, in besonders schweren Fällen bis zu 10 Jahren, kann die Folge sein.

Schwarzarbeit kostet den deutschen Staat jedes Jahr Milliarden.

Quelle: Tegernsee Stimme

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