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Schwarzarbeit in Darmstadt: mehrjährige Haftstrafen verhängt

Schwarzarbeit in Darmstadt: mehrjährige Haftstrafen verhängt

Vor dem Landgericht Darmstadt ist ein umfassender Prozess wegen Schwarzarbeit und anderer Delikte zu einem Ende gekommen. Die Richter sahen die Schuld der sechs Angeklagten als erwiesen an und verhängten mehrjährige Haftstrafen. Neben Schwarzarbeit bzw. deren Begünstigung waren auch das Vorenthalten von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung die Delikte, wegen denen es zu einem Urteil kam.

Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen, die in einer Durchsuchungsaktion in 170 Objekten und mehr als 1.200 Ermittlern gipfelte. Die Staatsanwaltschaften Darmstadt und Frankfurt am Main arbeiteten dabei eng zusammen und fanden heraus, dass die Männer über den Zeitraum von mehreren Jahren hinweg ein regelrechtes Geflecht von Scheinfirmen und echten Unternehmen aufgebaut hatten, mit denen sie ihre Straftaten verüben konnten. Konkret ging es dabei vor allem um Arbeiten am Flughafen Frankfurt, wo die Schwarzarbeit in der Gepäckabwicklung und im Bereich Cargo verrichtet wurde. Die Arbeitnehmer wurden an etablierte Großunternehmen verliehen, denen korrekte Arbeitsverträge vorgetäuscht wurden.

Dank der Ermittlungen wurde schnell deutlich, dass die Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß bei den Sozialversicherungsträgern angemeldet waren. Ebenfalls wurde klar, dass die Bezahlung durch zuvor gewaschenes Geld erfolgte. Dies geschah, indem sich die Firmen zuvor untereinander Rechnungen ausstellten ohne hierfür eine Leistung zu erbringen.

Der Schaden, der durch die Schwarzarbeit in Darmstadt und Frankfurt verursacht wurde, belief sich allein im Bereich der Sozialversicherungsbeiträge auf 18,9 Millionen Euro. Hinzu kommen neun Millionen Euro Lohn und Umsatzsteuer, die ebenfalls hinterzogen wurden. Die Folge: der 55-jährige Haupttäter muss sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis, während seine Mitstreiter ebenfalls mehrere Jahre hinter Gittern verbringen werden oder auch mit Bewährungsstrafen davon gekommen sind. Als strafmildernd wirkten sich in allen Fällen die umfangreichen Geständnisse aus.

Das Verfahren, das im Dezember 2016 abgeschlossen wurde, zieht noch weitere Ermittlungen nach sich. Auch hier handelt es sich dem Vernehmen nach um organisierte Formen der Schwarzarbeit, die sich im Umfeld der Tätergruppe ereigneten. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft zu weiteren Prozessen kommt.

Quelle: Presseportal

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.