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Schwarzarbeit in Ebersberg bei München vor Gericht

Schwarzarbeit in Ebersberg bei München vor Gericht

Vor dem Amtsgericht Ebersberg bei München ist ein umfassender Fall von Schwarzarbeit verhandelt worden. Konkret ging es dabei um eine Putzfirma, die von einem Ehepaar betrieben wurde, das rund 250.000 Euro unterschlagen hatte. Die Mitarbeiter wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren beschäftigt ohne dass dabei Sozialabgaben an die entsprechenden Stellen abgeführt wurde. Entsprechend handelt es sich um Schwarzarbeit.

Interessanterweise verlief der Prozess trotz der recht hohen Schadenssumme fast schon harmonisch und ohne größere Probleme. Hierfür verantwortlich war der „Deal“, den die Angeklagten schon im Vorfeld mit den Richtern und dem Staatsanwalt aushandelten und der mit einem Geständnis in vollem Umfang einherging. Die Verhandlung wurde öffentlich geführt und führte zu einer Geld- sowie einer Bewährungsstrafe.

Die Schwarzarbeit wurde von der 31- jährigen Hauptangeklagten, die als Geschäftsführerin der Gebäudereinigungs- und Abrissfirma fungierte unter Mithilfe ihres 45 Jahre alten Mannes organisiert. Der Mann übernahm die Position des Prokuristen und traf dem Vernehmen nach die wichtigen Entscheidung seit 2012 komplett im Alleingang. Beschäftigt wurden mindestens 16 Arbeitnehmer, für die keinerlei Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden.

Die Ermittlungen begannen, nachdem die Ebersberger Ausländerbehörde den Behörden einen Tipp gegeben hatte. So wurden Wohnungen, in denen Osteuropäer untergebracht waren, von dem Ehepaar angemietet, was einen Zusammenhang nahelegte. Es folgte eine Überprüfung auf Schwarzarbeit, die schnell die Unregelmäßigkeiten ans Licht brachte. Dabei stellten sich die beiden Verurteilten offensichtlich nicht besonders geschickt an, denn während die Bücher Beträge von mehreren Tausend Euro in der Kasse auswiesen, fanden sich dort beispielsweise nur 58 Cent.

Darüber hinaus liegt derzeit nahe, dass auch nur in manchen Fällen der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde und dieser zumeist mit Stundenlöhnen von lediglich sechs Euro unterschritten wurde. Die Unterschlagung wurde in 27 Fällen nachgewiesen, was sich auf den Zeitraum zwischen März 2012 und Juni 2015 bezieht. Übernommen wurde die Firma erst im Jahr 2010 von Bekannten, doch lassen sich eine Reihe von Fällen nicht mehr rekonstruieren.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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