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Versicherungsbetrug auf Mallorca: Ermittlungen erfolgreich

Versicherungsbetrug auf Mallorca: Ermittlungen erfolgreich

Es ist eine Form von Versicherungsbetrug, gegen die bislang offensichtlich keine Handhabe bestand. Auf Mallorca waren es vor allem britische Hotelgäste, die eine gesetzliche Besonderheit ihres Landes ausnutzten, um die Hotelkosten für ihren Urlaub zu erschleichen. Nachdem sich diese Form des Versicherungsbetrugs zu einem Massenphänomen entwickelt hatte, wurden nun Ermittlungen angestellt. Offensichtlich mit Erfolg, wie erste Festnahmen durch die Guardia Civil zeigen.

Festgenommen wurden zwei Personen, die den Versicherungsbetrug offensichtlich anleiteten. Es handelt sich dabei um Anwerber in den Diensten von Anwaltskanzleien. Die Betrugsmasche zielt darauf ab, dass eine Lebensmittelvergiftung vorgetäuscht und der Reiseveranstalter auf Schadenersatz verklagt wird. Dabei handelt es sich in aller Regel um britische Unternehmen, die die Kosten unmittelbar an die spanischen Hotels weiterreichen. Mit anderen Worten brauchen britische Touristen lediglich zu behaupten, dass das Essen nicht gut gewesen sei und schon erhalten sie einen Teil des gezahlten Preises zurück.

Diese Form von Versicherungsbetrug hatte schon vor einigen Monaten großes Aufsehen erregt und sich seither zu einem regelrechten Volkssport entwickelt. Seitens der spanischen Hotelbetreiber wurde bereits erwogen, keinerlei britischen Gäste mehr aufzunehmen bzw. die Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern von der Insel komplett einzustellen. Problematisch ist vor allem, dass eine Quittung über den Kauf eines Durchfallmittels bereits vor einem britischen Gericht ausreicht, um Recht und damit Schadenersatz zugesprochen zu bekommen.

Seitens der Behörden nimmt man die Problematik aber offensichtlich sehr ernst. Entsprechend finden die Ermittlungen gegen diese Betrugsmasche nicht nur direkt auf der Baleareninsel, sondern auch in Großbritannien statt. Das Vorgehen zwischen der Inselhauptstadt Palma der Mallorca, Madrid und London ist bestens koordiniert, sodass dem Treiben bald Einhalt geboten werden sollte.

Auf welcher juristischen Grundlage die Verhaftungen erfolgten, wurde indes nicht bekannt. Der Kauf eines Durchfallmittels ist vermutlich nicht illegal und die Klagen erfolgten stets auf britischem Boden und nach britischem Recht. So erscheint fraglich, inwieweit der Versicherungsbetrug je als solcher juristisch geahndet werden kann.

Ermittlungen ergaben, dass britische Touristen mit der Masche seit 2013 auf Mallorca rund 50 Millionen Euro ergaunert hatten. Dass der Betrug 2017 bemerkt wurde, lag an der Zahl der Beschwerden, die um 700 Prozent gestiegen war. Dank einer Lücke im britischen Verbraucherschutzgesetz durften Touristen die Reiseveranstalter bis zu drei Jahre nach dem Urlaub für Erkrankungen haftbar machen, wenn sie durch das Hotel verursacht wurden. Die Reiseveranstalter reichten die Kosten an die Hoteliers weiter. Letztlich bot die britische Regierung an, das Verbraucherschutzgesetz zu überarbeiten.

Quelle: Mallorca Zeitung

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