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Versicherungsbetrug: Ermittlungen gegen Kioskbetreiber

Versicherungsbetrug: Ermittlungen gegen Kioskbetreiber

Verdacht erweist sich als ungerechtfertigt

Ein Fall von Versicherungsbetrug in Springe bei Hannover beschäftigte 2018 die Ermittler. Es ging dabei um den Betreiber eines Kiosks, der möglicherweise einen Einbruch vorgetäuscht hatte. Offenkundig soll bei dem Diebstahl teurer Tabak gestohlen worden sein, was jedoch von Seiten der Ermittler erst einmal bezweifelt wurde.

Verhandelt wurde der Fall mittlerweile vom dem Amtsgericht Springe. Die Version des Kioskbetreibes sah so aus, dass dieser eines Morgens beim Aufschließen einen Defekt am Schloss feststellte und sogleich die Polizei alarmierte. Diese nahm den Fall auf, sah darin allerdings lediglich einen versuchten Einbruch und keinen Diebstahl. Die Betreiber des Kiosks meldeten bei ihrer Versicherung jedoch einen Schaden aus Einbruch und mussten sich daher wegen Versicherungsbetrug verantworten.

Folgt man jedoch den Kioskbetreibern, so hat die Polizei schlichtweg nicht auf die Anzeige reagiert und lediglich die Bemerkung „schon wieder“ gemacht. Trotz der wiederholten Bitte durch den Sohn des Betreibers waren die Ermittler nicht bereit, den Kiosk zu betreten und den Schaden durch Einbruch aufzunehmen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich drei Mal hintereinander nur um einen versuchten Einbruch, wohingegen die Betreiber des Kiosks über den Verlust an Waren streiten. Was in welcher Form zu Protokoll gegeben wurde, wurde vor Gericht unterschiedlich eingeschätzt.

Vor Gericht wurden die Kioskbetreiber gefragt, wie sie wissen konnten, welche Waren entwendet wurden, was anhand der Einkaufsbelege und Verkaufshistorie glaubhaft gemacht werden konnte. Ein interessantes Detail war dabei, dass auch vier Packungen Kaffee entwendet wurden, was damit erklärt wurde, dass die Diebe eventuell auch hier den teuren Tabak vermutet hatten. Zudem bestritt der Betreiber einen Versicherungsbetrug und verwies darauf, dass er ein solches Vorgehen allein schon aufgrund der geringen gemeldeten Summe und der eigenen soliden finanziellen Situation nicht nötig habe.

Die Diebe wurden mittlerweile gefasst. Es handelte sich um Jugendliche aus Hameln und Bad Münder, die jedoch vermutlich wenig zur Erhellung der Verhandlung über Versicherungsbetrug beitragen konnten oder wollten.

Trotz aufwendiger Vorsorge gegen Diebe wird in deutschen Geschäften immer mehr gestohlen. Im Jahr 2018 verschwanden Waren im Wert von knapp 4 Milliarden Euro. Unehrenhafte Kunden ebenso wie betrügerische Mitarbeiter und Lieferanten sind schuld am Warenschwund. Dem Staat entgehen so schätzungsweise 510 Millionen Euro pro Jahr allein durch Mehrwertsteuerausfälle.

Quelle: Hannoversche Allgemeine

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