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Versicherungsbetrug in Halle: Ermittlungen gegen Bürger?

Versicherungsbetrug in Halle: Ermittlungen gegen Bürger?

Es könnte einer der größten Fälle von Versicherungsbetrug der letzten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte sein. In Halle an der Saale finden derzeit Ermitlungen gegen Hunderte, wenn nicht Tausende Bürgerinnen und Bürger statt. Konkret geht es um sage und schreibe 33.000 Fälle, in denen Versicherungsbetrug vermutet wird, der stets nach demselben Muster ablief. In allen Fällen ging es um das Ersetzen der Frontscheibe an einem Auto.

Der Ablauf war stets ein- und derselbe. Eine Autoglaserei in Halle hatte den Versicherungsbetrug eingefädelt und die Reparatur an Frontscheibe durchweg als Steinschlag abgerechnet. Auf diese Weise konnte eine Schadensregulierung durch die Auto-Versicherung erreicht werden, was anderenfalls ggf. nicht gelungen wäre. Das Problem: es handelte sich um normale Kundenaufträge, die meist aus eigener Tasche hätten bezahlt werden müssen.

Das Unternehmen „Ihr Autoglaser“ sah sich bereits vor rund vier Jahren umfangreichen Ermittlungen gegenüber. Die Staatsanwaltschaft führte seinerzeit Durchsuchungen durch und hat nun nach und nach die seinerzeit gewonnenen Daten ausgewertet. Das Ergebnis: ein Versicherungsbetrug, bei dem sich der Schaden auf mehrere Millionen Euro summieren könnte.

27.000 Kundinnen und Kunden sollen deutschlandweit betroffen sein und Versicherungsbetrug begangen haben. Davon entfallen allein 5.000 Fälle auf Halle an der Saale, das damit einen der Schwerpunkte der Straftaten darstellt.

Seitens der Staatsanwaltschaft wurde zwar schon angekündigt, dass in vielen Fällen wegen Geringfügigkeit und Unterschreiten einer Summe von rund 200 Euro nicht ermittelt werden soll. Bei Versicherungsbetrug, der sich darüber befindet, wird den Kunden des Autoglasers angeboten, gegen eine Geldauflage das Verfahren einzustellen. Das Geld soll einem gemeinnützigen Zweck zufließen. Diejenigen, die nicht zustimmen, müssen sich in einem Strafverfahren verteidigen.

Diese Problematik erscheint jedoch gegenüber den zivilrechtlichen Konsequenzen als deutlich kleineres Übel. Die Versicherungen könnten ihrerseits gegen die Versicherungsbetrüger ins Feld ziehen und ihr Geld zurückfordern. Darüber hinaus entstehen Bearbeitungskosten und Kosten für das Führen eines Rechtsstreit etc. wodurch sich die Summe am Ende vervielfachen kann.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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