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Versicherungsbetrug in Heidelberg: 166 Einzeltaten vor Gericht

Versicherungsbetrug in Heidelberg: 166 Einzeltaten vor Gericht

Gleich vier Täter müssen sich wegen eines Versicherungsbetrugs in Heidelberg und Umgebung vor Gericht verantworten. Insgesamt geht es im Rahmen des Prozesses um sage und schreibe 166 Einzeltaten, bei denen ein Gesamtschaden in Höhe von mehr als 500.000 Euro verursacht wurde. In die Wege geleitet wurde der Betrug, indem fingierte Kunden mit fingierten Verträgen auftraten.

Allein die Anklageschrift enthält 126 Seiten, von denen 155 Anklagepunkte verlesen wurden. Aufgrund des enormen Umfangs wurde die Verhandlung bereits am frühen Morgen begonnen, um überhaupt die einzelnen Punkte durchgehen zu können.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Marco L. aus Sinsheim. Dieser soll gemeinsam mit Thore H. Namen und Daten fiktiver Versicherungsnehmer gefälscht haben. Dabei wurde der Versicherungsbetrug nicht nur im Rhein-Neckar-Raum durchgeführt, sondern arbeitete mit Komplizen in Nürnberg, Augsburg und Stuttgart zusammen.

Ebenfalls angeklagt ist Frank B., der in seiner Position als Vertriebsdirektor zunächst nichts von dem Versicherungsbetrug wusste, daraufhin jedoch bereitwillig einstieg und als Prokurist einer neu gegründeten Vertriebsgesellschaft auftrat. Zuletzt war auch der Kraftfahrer Samurat Y. beteiligt, der Namen und Daten lieferte und hierfür teilweise bis zu fünfstellige Summen einkassierte.

Organisiert wurde der Versicherungsbetrug wie ein so genanntes „Schneeballsystem“. Abgeschlossen wurden jeweils Berufsunfähigkeitsversicherungen oder auch fondsgebundene Rentenversicherungen deren erste drei Raten von einem der Konten der Betrüger flossen. In der Folge überwiesen die Versicherungsgesellschaften die Provisionen. Der Versicherungsbetrug fiel jedoch zunächst niemandem auf, wenngleich rund 100 Versicherungskunden von nur 20 Konten „bedient“ wurden.

Aufgeflogen sind die Straftaten erst nach einer Körperverletzung, bei der einer der nun Angeklagten, L., von Mitgliedern einer Motorradgang zusammengeschlagen wurde. Die Rocker gaben an, ihnen sei Geld versprochen worden, wenn sie ihre Namen auf Policen setzten, was dann jedoch nicht der Fall war. Auf diese Weise wurden die Ermittler hellhörig und begannen mit ihren Recherchen.

Neben den vier Hauptangeklagten sind noch 53 weitere Personen wegen des Versicherungsbetrugs angeklagt. Dabei geht es auch um Geldwäsche und einen Schaden, der summa Summarum bei rund 1,2 Millionen Euro liegen soll.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

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