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Versicherungsbetrug in Hoyerswerda nach Großbrand in Fleischerei

Versicherungsbetrug in Hoyerswerda nach Großbrand in Fleischerei

Vor der großen Strafkammer des Landgerichts Görlitz in Bautzen wird derzeit ein Fall von Versicherungsbetrug verhandelt. Es geht dabei um einen Großbrand in eine Dönerfabrikation, die im Industriegebiet von Hoyerswerda bis auf die Grundmauern niedergebrannt war. Der Unternehmer sowie ein Fleischergeselle wurden mittlerweile vom Vorwurf des Versicherungsbetrugs freigesprochen, doch muss sich nun ein Mittäter vor Gericht verantworten. Dieser wurde in Bulgarien festgenommen und ist nicht der deutschen Sprache mächtig, was die Prozessführung deutlich erschwert.

Der 30-Jährige war dem Vernehmen nach im Jahr 2013 aus Bulgarien nach Deutschland gekommen und habe dort in der Dönerfabrikation Arbeit gefunden. Nach dessen Angaben wurde die Brandstiftung bzw. der Versicherungsbetrug durch das Ausschütten von Benzin in der Produktionshalle in Gang gesetzt. Nach Angaben des Angeklagten wurde das Ausschütten von Benzin angeordnet, doch habe er keinerlei Brand entfacht. Dem vermeintlichen Auftraggeber konnte bislang jedoch keinerlei Mitwirkung nachgewiesen werden, weshalb es zu einem Freispruch kam,

Ein interessantes Detail besteht darin, dass sich während des Brandes sowohl die Frau des Inhabers als auch deren Kinder in einer Wohnung oberhalb der Produktionshalle befanden. Laut Angeklagtem, der auch als Belastungszeuge auftritt, sicherte der Inhaber zu, er würde diese schnell anrufen und warnen. In der Tat hatten bei Eintreffen der Polizei sämtliche Bewohner des Hauses bereits die Flucht ergriffen und zeigten keinerlei Spuren von Aufregung. Anders sah dies beim Inhaber der Dönerfabrik aus, der sich nach Angaben der Feuerwehrleute durchaus besorgt gezeigt habe und sowohl „aufgeregt“ als auch „mitgenommen“ wirkte.

Wie der Prozess in Bautzen nun weitergeht, ist völlig offen. Nach aktuellem Stand existiert keinerlei Grundlage, um die Verhandlung gegen den Inhaber und andere Mitarbeiter des Unternehmens erneut aufzurollen. Der derzeit angeklagte Bulgare weist derweil entschieden darauf hin, dass er kein Brandstifter sei und lediglich Geld für das Ausschütten von Benzin erhalten habe. Auch hier erscheint fraglich, ob eine tatsächliche Brandstiftung und ein Versicherungsbetrug nachgewiesen werden können. Eine Klärung der Sachverhalte ist aber auch deshalb wünschenswert, weil die Versicherungsunternehmen im Fall eines Betrugs die Zahlung verweigern können.

Quelle: Lausitzer Rundschau

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.