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Versicherungsbetrug in Laatzen: Prozess in Hannover

Versicherungsbetrug in Laatzen: Prozess in Hannover

Es ist ein geradezu klassischer Fall von Versicherungsbetrug, der derzeit vor dem Landgericht Hannover verhandelt wird. Angeklagt ist ein ehemaliger Barbesitzer aus Laatzen, der sein eigenes Lokal in Misburg angezündet hat. Gegenüber der Versicherung hatte der Angeklagte behauptet, er sei überfallen worden, was aber nicht der Wahrheit entsprach.

Direkt nach der Brandstiftung wendete sich der Gastronom an die Behörden und sprach davon, dass er erpresst worden sei. Der Versicherungsbetrug stellte sich jedoch als so dilettantisch heraus, dass die Ermittler dem Gastwirt schnell auf die Schliche kamen. Die Brandstiftung in den eigenen Räumen erfolgte durch das Ausgießen von Kraftstoff. Vor Gericht wird nun nicht nur wegen Versicherungsbetrug sondern auch wegen schwerer Brandstiftung und dem Vortäuschen einer Straftat verhandelt.

Die Besonderheit an diesem Fall von Versicherungsbetrug besteht darin, dass eine Videoüberwachung das Geschehen genau ins Auge gefasst hatte. Es handelte sich dabei um eine Kamera, die eigentlich einen Carport ins Visier nehmen sollte. Schnell eilten Nachbarn zur Hilfe herbei, stellten jedoch fest, dass die zu hörenden Hilfeschreie nicht aus dem Gastraum, sondern aus dem Keller stammten.

Der Wirt hatte sich offensichtlich selbst gefesselt und zwar an den Beinen. Er erzählt nach seiner vermeintlichen „Rettung“ aus den Flammen, dass er mit einer Maschinenpistole bedroht worden sei. Die Videoüberwachung zeigte allerdings schnell, dass diese Version der Geschichte nicht stimmen konnte.

Die Geschichte hinter der Brandstiftung ergab, dass der Gastwirt bislang stets Misserfolge verzeichnet hatte und in der Eröffnung einer Bar seine letzte Chance sah. 55.000 Euro waren bereits in die Renovierung des Lokals gesteckt worden, doch leider kamen so gut wie keine Gäste. So litt der Angeklagte unter einer hohen Schuldenlast, die er nicht aus eigener Tasche, geschweige denn aus den Erlösen seiner Bar bezahlen konnte.

Der Versicherungsbetrug hätte in der Summe runde 260.000 Euro aus einer Inventar- und einer Betriebsausfallversicherung eingebracht. Der Schaden am Gebäude beläuft sich auf rund 130.000 Euro, die nun auch von dem Betrüger erstattet werden müssen.

Quelle: Hannoversche Allgemeine

Disclaimer: Die dargestellten Fälle wurden zum Schutz der Mandanten anonymisiert bzw. pseudonymisiert.