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Versicherungsbetrug in Wuppertal: kniffliger Mordfall

Versicherungsbetrug in Wuppertal: kniffliger Mordfall

Gastronom schloß Lebensversicherung auf Ehefrau ab

Es ist ein Fall von Versicherungsbetrug in Wuppertal aber auch ein Mord. Vor allem aber ist es einer der spektakulärsten Kriminalfälle, die Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren erlebt hat. Das Interessante daran: der Mord ereignete sich nicht in Wuppertal, sondern im griechischen Pella. Die Hintergründe für die mutmaßliche Tat liegen allerdings in der Großstadt unweit des Ruhrgebiets.

Als Täter wird derzeit ein ehemaliges Gastronomen-Paar verdächtigt. Die beiden mutmaßlichen Mörder betrieben über viele Jahre eine Kneipe in Wuppertal im Stadtteil Langerfeld. Nachdem die Geschäfte nicht mehr gut liefen, verließ das Paar Deutschland in Richtung Griechenland und nahm dabei sowohl sämtliche Elektrogeräte als auch 32 Bierfässer mit jeweils 50 Liter mit. Das Perfideste war aber der Plan, um Geld aus einer Lebensversicherung zu kassieren.

Zu diesem Zweck schlossen die Gastronomen eine Lebensversicherung auf die Ehefrau ab. Angedacht war dabei, deren Tod nur vorzutäuschen und eine Summe in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu kassieren. Umgesetzt werden sollte dies durch einen Mord an einer Person, die der Ehefrau möglichst ähnlich sah.

Im Jahr 2003 engagierten die ehemaligen Gastronomen zu diesem Zweck eine Putzhilfe aus dem griechischen Nachbarland Mazedonien. Laut den bisherigen Ermittlungen wurde dies in einem passenden Moment unter Drogen gesetzt und in einem Auto einen Hang hinunter geschoben. Der Fehler in dem Plan bestand darin, dass das Mordopfer nicht bis zur Unkenntlichkeit verbrannte, sondern klar identifizierbar blieb.

In der Folge wurden sowohl der Mann als auch die zwischenzeitlich untergetauchte Frau festgenommen. Die griechische Polizei war überzeugt, dass das Paar die Tat bereits in Wuppertal geplant hatte. An den Händen des Mannes fanden sich auch noch Brandverletzungen. Er aber beteuerte, sich die Verletzungen am Herd beim Kochen geholt zu haben. Die ohnehin schon erdrückende Beweislast wurde dadurch erschwert, dass einer der Söhne des Ehepaars ein Geständnis ablegte.

Seitens der beiden Gastwirte aus Wuppertal blieb ein Geständnis sowohl während des Prozesses als auch nach der Verurteilung zu lebenslangen Haftstrafen aus. Beide behaupteten standhaft, dass die Mafia hinter den Morden stecke und die Familie sich lediglich gegen deren Bedrohungen schützen wollte. Der Ehemann wurde letztlich wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Für die Entführung der Putzhilfe erhielt er weitere 20 Jahre. Seine Ehefrau und sein Sohn wurden wegen Beihilfe verurteilt.

Quelle: Westdeutsche Zeitung
 

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