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Versicherungswirtschaft plant Maßnahmen gegen Betrug

Versicherungswirtschaft plant Maßnahmen gegen Betrug

Jede zehnte Schadensmeldung fragwürdig

Dass Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt ist, wird bereits seit vielen Jahren gebetsmühlenartig wiederholt. Die Kommission Kriminalitätsbekämpfung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. (GDV) hat nun jedoch noch entschiedenere Maßnahmen angekündigt und möchten dem Thema unter anderem mit moderner Technik zu Leibe rücken. Hintergrund ist dabei, dass Versicherungsbetrug für einen Schaden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro jährlich sorgt und entsprechend geahndet werden muss.

Ungereimheiten finden sich in rund jeder zehnten Schadensmeldung, die bei den Versicherern eingeht. Wirft man einen isolierten Blick auf die Haftpflichtversicherung, so sind es sogar 16 Prozent, was in der Tat ein gravierendes Problem darstellt. Sachversicherung und KfZ-Versicherung gelten in diesem Kontext ebenfalls als „Sorgenkinder“ und bringen es auf neun bzw. sieben Prozent problematischer Meldungen. Ob es sich dabei stets um Versicherungsbetrug handelt, kann nach aktuellem Stand nur durch umfangreiche Ermittlungen zutage gefördert werden. Abhilfe schafft in Zukunft „Advanced Analytics“. Dieses System arbeitet rein computerbasiert und kann auch in einer elektronischen Schadensabwicklung eingesetzt werden.

Im ersten Schritt sorgen mathematische Algorithmen dafür, dass die Gemeinsamkeiten der Fälle von Versicherungsbetrug herausgearbeitet und mit neuen Fällen verglichen werden. Werden Muster erkannt, so dient dies dem Herausfiltern von Verdachtsfällen. Des Weiteren lassen sich Bankverbindungen überprüfen und feststellen, ob diese eventuell mehrfach auftauchen. Des Weiteren ist es mit spezieller Software mittlerweile möglich, Manipulationen an Fotos nachzuweisen. Selbiges gilt auch für gefälschte Rechnungen für Reparaturen, bei denen beispielsweise eine Ziffer hinzu gefügt wurde oder auch Manipulationen am Kilometerstand eines Autos.

Als größte Problematik werten manche Versicherungsvertreter das Äußern eines falschen Verdachts. Es ist allerdings so, dass die Entscheidung über Versicherungsbetrug oder nicht stets von menschlichen Mitarbeitern getroffen werden soll und nicht allein dem Computer überlassen wird. Zur Anzeige und damit zu Ermittlungen durch die Polizei kommt es erst dann, wenn absolute Sicherheit herrscht. Darüber hinaus soll auch die Wichtigkeit eines persönlichen Kontakts zu den Versicherten herausgearbeitet werden und neben die teils maschinelle Abwicklung treten.

Die Digitalisierung half dabei, sich in Internet-Foren darüber zu informieren, wie Schadenmeldungen formuliert werden sollten. Dadurch sind sogar neue Betrugsformen entstanden. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie führten Mitte 2020 zu Betrugsversuchen. Elf Millionen Kurzarbeiter wurden zum Teil zu Arbeitssuchenden. Die Insolvenzquote stieg an, Gelegenheitsbetrüger sahen ihre Versicherung als letzten Ausweg aus der Finanzkrise. 

Quelle: Versicherungsjournal

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