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Videoüberwachung in Mainz: Oktoberfest erstmals im Visier

Videoüberwachung in Mainz: Oktoberfest erstmals im Visier

Es war ein Novum für die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz: Im Rahmen des Oktoberfestes 2017 sollte erstmals mit Videoüberwachung gearbeitet werden. Die Veranstaltung fand auf dem Messegelände im Stadtteil Hechtsheim statt, sie gilt als eine der größten ihrer Art. An insgesamt drei Wochenenden wurden mehr als 60.000 Besucherinnen und Besucher erwartet, deren uneingeschränkte Sicherheit gewährleistet werden sollte. Installiert wurde die Videoüberwachung in Mainz nicht etwa von den örtlichen Behörden oder der Polizei, sondern von der Mainzer Messegesellschaft, die auch als Veranstalter des Oktoberfestes auftrat.

Basis für die Videoüberwachung war ein Sicherheitskonzept, das mehr als 60 Seiten umfasste. Darin wurden sämtliche Eventualitäten aufgelistet und auch ein sicherer Fuß- und Radweg sollte eigens für die Veranstaltung gebaut werden. Hinzu kamen die bereits bekannten Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs und über die Straße. Hintergrund für mehr Sicherheit auf den Wegen war der tödliche Verkehrsunfall eines jungen Mannes, der im Vorjahr die Rheinhessenstraße entlang gelaufen war, wo ihn ein Fahrzeug erfasste.

Sowohl im großen Festzelt als auch im Eingangsbereich installierte man Kameras. Die Polizei saß hier – im übertragenen Sinne – mit im Boot, denn die Ermittler waren in der Lage, die aufgezeichneten Bilder live einzusehen und auszuwerten. Dies erfolgte in der Polizeizentrale auf dem Mainzer Lerchenberg. Darüber hinaus sollten auch Beamte vor Ort stationiert sein und ebenfalls Zugriff auf die Videoüberwachung erhalten. Entsprechend war damit zu rechnen, dass, wann immer Gefahr drohte, mit verstärktem Personal für Recht und Ordnung gesorgt wurde.

Das Münchener Original verstärkte 2019 das Sicherheitskonzept. Etwa 900.000 Menschen sind während der Wiesn täglich mit der S-Bahn unterwegs. Eine neue „Mobile Unterstützungsgruppe“ der Bahntochter DB Sicherheit wirkte in dunklen Uniformen und gelben Sicherheitswesten bei Streitigkeiten am Bahnsteig deeskalierend auf die Beteiligten ein. Das Maßnahmenpaket, auf das sich Bund, Bahn und Polizei verständigten, sah zudem eine erweiterte Videoüberwachung, Body-Cams sowie ein Überflugverbot und eine größere Polizeipräsenz vor.

Auf dem Festgelände waren 49 Kameras zur Videoüberwachung montiert, Body-Cams, die 2017 erstmals eingesetzt wurden, sollten Übergriffe auf die 600 Polizeibeamten vor Ort verhindern. Zivilfahnder beugten Taschendiebstähle vor. Straßensperren erschwerten die Annäherung ans Festgelände.

Auch in anderen Städten bewährte sich Videoüberwachung bei größeren Veranstaltungen oder im Bereich der Gastronomie. Ein Musterbeispiel hierfür ist die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf, wo die belebte Altstadt mit zahlreichen Kameras gespickt ist. Diese entfalten mittlerweile eine durchaus abschreckende Wirkung und helfen zudem bei den Ermittlungen gegen Straftaten.

Zehntausende Kameras hängen heute schon in ganz Deutschland. Die Deutsche Bahn überwacht Bahnhöfe flächendeckend und gibt die Daten der Bundespolizei weiter. Laut einer Studie aus Großbritannien ist ein Rückgang der Kriminalitätsrate an überwachten Orten um etwa 13 Prozent zu erwarten. Aktuell filmen über zwei Millionen Kameras dort 60 Millionen Briten.

Die bayerische Polizei bewertet Kameras als «wesentlich zur Verbesserung der Sicherheitslage, zur Stärkung des Sicherheitsgefühls und zum Schutz der Bürger vor Kriminalität» beitragend. Eine flächendeckende Überwachung von Stadtteilen ohne Berücksichtigung spezieller Gefährdungsbeurteilungen lehnt die Gewerkschaft der Polizei aber aktuell ab.

Quelle: SWR

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